Wetterwissen

Wetterwissen #33 „Wenn Wetter Wunder wirkt“ – die (fast) totale Abhängigkeit der Landwirtschaft…

Unsere Serie: „Schon gewusst?! Wetterwissen - Teil 33“

„Wenn Wetter Wunder wirkt“ – die (fast) totale Abhängigkeit der Landwirtschaft…

 

In einer Branche ist von vorne herein gänzlich anders: Tagtäglich, rund um die Uhr, egal wo: In der Landwirtschaft. Hier steht und fällt so gut wie alles mit dem gewissen Händchen, sich jahrein jahraus laufend an die äußeren Umstände – auch Wetter und Witterung genannt – anzupassen, sich jedes Mal aufs Neue zu arrangieren und jeweils das Beste draus zu machen! So auch in der Saison 2011 wieder.
 
Hierzu Auszüge aus einer aktuellen Pressemitteilung für den Süden der Republik:
…ist bei den Ertragsaussichten ein extremes Süd-Nord-Gefälle zu verzeichnen. „Wegen der starken Witterungsunterschiede reichen heuer die Erwartungen von sehr schlecht bis hin zu rekordverdächtig“... Während in Südbayern vielerorts mit einer ausgesprochen guten Getreideernte gerechnet werde, seien die Aussichten in Nordbayern schlecht. …hat vor allem die Trockenheit im Frühjahr die Getreide- und Rapsbestände in weiten Teilen Frankens und der Oberpfalz stark in Mitleidenschaft gezogen. Teilweise mussten sie sogar umgebrochen werden. Dazu kamen Anfang Mai markante Spätfröste, die vor allem bei Obst und Wein in Franken große Schäden anrichteten. Lokale Unwetter mit Starkregen und Hagel sorgten zudem für Ernte-ausfälle auf Feldern und in Hopfenanlagen. Damit bestätigen sich dem Minister zufolge erneut die Prognosen der Klimaforscher: „Extremwetterlagen werden in unseren Breiten immer häufiger das Wachstum der Pflanzen und die Arbeit der Landwirte beeinflussen…
 

Temperatur-Anomalien für Mitteleuropa seit 1761
Quelle: http://www.uni-koeln.de/math-nat-fak/geomet/meteo/Klimastatistik/
 
Tatsächlich belegen jenseits aller Mutmaßungen für oder gegen die Auswirkungen des Klimawandels die nackten Zahlen über die positiven wie negativen Abweichungen der Temperaturen und des Niederschlags zum Beispiel für den Sommer: Es verändert sich etwas! Man kommt für die vergangenen zwei bis drei Jahrzehnte nicht darum herum, dass die Sommer rund um Deutschland unterm Strich mehr Wärme (oder Hitzewellen) und längere Trockenphasen mit Niederschlagsmangel hervorbringen.
 
Dabei kommt erschwerend hinzu, dass oftmals schon ein chronischer Mangel an Regen aus den vorangegangenen Wintern und erst recht Frühjahren eingebracht wird. So im Übrigen nahezu ausnahmslos auch in diesem Jahr! Kein Wunder also, wenn es absolute (Standorts- und Anbausorten-) Gewinner und zugleich fast „nebenan“ Verlierer gibt…
 

Niederschlags-Anomalien für Mitteleuropa seit 1851
Quelle: http://www.uni-koeln.de/math-nat-fak/geomet/meteo/Klimastatistik/
 
Einzige Chance ist und bleibt, sich alljährlich mit viel Erfahrung und Feingefühl neu und mit gewisser Demut der Natur zu stellen, aber auch ganz konkret und rechtzeitig aktuelle Angebote zum Beispiel des Risikomanagements „Rohstoffabsicherung“ der Maschinenringe wahrzunehmen.
 
Selbstverständlich lassen sich kurzfristige Optimierungen bei Arbeits-Planung und Schadensprophylaxe in Ihrem unmittelbaren landwirtschaftlichen Umfeld beeinflussen. Beim Thema Wettertrend schauen Sie sich am besten regelmäßig die aktuelle und mittelfristige Entwicklung auf unserer Service-Seite www.mr-wetter.de an…! 

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