Wetterwissen #24 Heuschnupfen
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Thema: Die Nase voll von Natur pur – die leidige Geschichte rund um den Heuschnupfen Für viele ist der Frühling die schöne Jahreszeit. Die Tage werden länger, die Luft immer lauer und die Natur bringt endlich wieder Farbe ins Spiel! Dazu gehören natürlich auch die pflanzenphysiologischen Prozesse des Knospens und Blühens. Dabei entsteht ein unglaubliches Wettrennen um die besten Plätze für Neuansiedlungen der eigenen Art. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, lautet auch bei der Pflanzenwelt die radikale Devise! So haben wir es derzeit besonders mit den Pionierpflanzen zu tun, die Neuland in Beschlag nehmen wollen. Und wie anders als mit Windtransport, noch eh die fleißigen Bienen aktiv werden, kann dies über die Pollenverbreitung geschehen?! Dem entsprechend schlagen die so genannten Frühblüher, wie Hasel und Erle mit ihren würstchenartigen und schon im Spätherbst fertig gestellten „Pollenfabriken“ bei der erstbesten windig-milden Schönwetterlage zu. Doch leider haben es diese feinen Mini-Staubkügelchen in sich: sie reizen bei allergisch reagierenden Menschen alle Schleimhäute bis aufs Äußerste! Zusätzlich wirken Schmutzpartikelchen, die durch Ruß- und andere Emissionen in der Luft herumschwirren und sich als blinde Passagiere dazu gesellen. Aufnahme mit Rastermikroskop von Kiefernpollen (Pinus strobus); Bildquelle: www.paldat.org
 Dritter und recht aktueller Faktor sind die durchgreifenden Klimaänderungen auch in unseren Breitengraden. Durch die ansteigende Durchschnittstemperatur hat sich die Vegetationszeit ausgedehnt. Damit blüht und sprießt die Natur häufig früher als noch vor 30 Jahren; außerdem sind fremdartige Pflanzen zu uns gewandert, die sich sonst nur in anderen wärmeren Klimazonen heimisch gefühlt haben. Beispiel das aggressiv Platz greifende Indische Springkraut und vor allem die hoch-allergene Ambrosia (Beifußblättriges Traubenkraut) aus den USA! Sie blüht mittlerweile auch bei uns recht verbreitet und zum massiven Leidwesen der Landwirtschaft von Juli bis Oktober...
 Im Grunde weiß jeder betroffene Heuschnupfler sehr genau, durch was und wann er/sie davon heimgesucht wird. Entsprechende medizinische Gegenmaßnahmen – von Tabletten bis zur Desensibilisierung oder schlichtweg der Flucht in pollenfreie Höhenlagen – können durchaus hilfreich sein. Was jedoch alle Jahre aufs Neue zu schaffen macht, ist die Ungewissheit, wann es wie stark und wie lange wieder los geht mit den Attacken. Obendrein unfair dürfte die Tatsache sein, dass es dann immer ausgerechnet jene freundlichen Witterungsabschnitte sind, in denen man so gerne mal endlich wieder richtig nach draußen zum Ge-Nießen und nicht allein zu Nießen möchte…
 Bildquelle: www.pollenstiftung.de Wenn Sie sich über die für Heuschnupfler so bedeutsame Kombination aus Trockenheit plus Wind plus milde Temperaturen in Ihrer unmittelbaren Umgebung auf dem Laufenden halten wollen, werfen Sie am besten einen aktuellen Blick auf unsere Seite www.mr-wetter.de.
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