Wetterwissen #02 Kaltlufttropfen



Unsere neue Serie: „Schon gewusst?! Wetterwissen - Teil 02“

Wie oben erwähnt, bereitet die Großwetterlage in diesen Tagen speziell den Wetterfröschen Probleme, wenn es um präzise Angaben zu Zeitpunkt, Andauer und Örtlichkeit von Regen oder Sonnenschein geht. Der Grund liegt in der relativ windschwachen „Wetter-Etage“ zwischen 3000 und 5500 Metern Höhe. Dort wandern, oder besser: eiern immer wieder Tiefs von Großbritannien übers westliche Mittelmeer und dann weiter über die Alpen zu uns nach Deutschland. Mit der unterkühlten Luft aus dem hohen Norden werden aus dem Wasserdampf in der erwärmten Mittelmeerluft teilweise intensive Regengebiete. Zugleich ist es in höheren Luftschichten ziemlich kalt. Man nennt dies einen so genannten „Kaltlufttropfen“.



Die vertikale Temperaturabnahme von Erdboden bis in etwa 5 Kilometern Höhe zeigt an, dass es ausgesprochen labil, also unberechenbar zugeht! So können nach anfänglichem Sonnenschein wie aus dem Nichts Quellwolken und dann teils heftigeSchauer oder Gewitter entstehen. Aus dem Weltraum sieht das wie ein weißer Flickenteppich oder Streuselkuchen aus. Vergleichen Sie mal die täglich viermal aktualisierten so genannten Modellläufe auf www.mr-wetter.de. Da sind beimNiederschlag zum Teil innerhalb von 6 Stunden je nach Region Unterschiede von mehreren Litern pro Quadratmeter berechnet. Das liegt an den jeweils neuen und sich laufend veränderten Eingangsdaten.

Wenn Sie also das Wetter nur einmal am Tag abrufen, bekommen Sie nur eine Momentaufnahme für den gewünschten Standort. Sie basiert auf den aktuell letzten Berechnungslauf des Wettermodells. Das kann sich aber bei der aktuellen Wetterlage 6-stündig ändern!
Es ist daher empfehlenswert, in solch kniffligen Wetterphasen jeweils am Morgen, vielleicht auch mittags und dann nochmal am Abend das Wetter abzurufen.

Viel Spaß beim hoch modernen Wettervorhersagen wünscht Ihnen

Ihr MR-Wetterexperte Christian König

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