Wetterwissen #03 Hochdruckbrücke, Trog, Kaltluftschüssel ...

Unsere neue Serie: „Schon gewusst?! Wetterwissen - Teil 03“

Hochdruckbrücke, Trog, Kaltluftschüssel – das sind keine Spezialgeräte aus dem Straßenbau, sondern Fach-Chinesisch jener Wetterfrösche, die sich über das hoch kompliziere Studium der Mathematik und Physik auf die Meteorologie gestürzt haben. Doch damit nicht genug: innerhalb davon gibt es ein noch exotischeren Bereich der so genannten „Synoptik“. Sie ist ein Teilgebiet der Meteorologie und bedeutet so viel wie „Gesamtschau, Zusammenschau“, die sich mit der Untersuchung des Wetters und seinen Änderungen, mit dessen Darstellung sowie mit dessen Vorhersage beschäftigt.

Um diese „Zusammenschau“ zu ermöglichen, ist ein System aus Beobachtungsstationen nötig, die gleichzeitig Wetterbeobachtungen nach einem einheitlichen Verfahren durchführen. Dazu gibt es derzeit weitweit ca. 10.500 Bodenbeobachtungsstationen, die Daten von der Erdoberfläche sammeln und rund 1000 aerologische Beobachtungsstationen die Daten aus bis zu 30 km Höhe für die dreidimensionale Betrachtung des Wetters liefern. Zusätzlich werden Daten von mobilen Messstationen wie Schiffen, Bojen oder Flugzeugen mit einbezogen. Weitere Datenquellen sind Wettersatelliten und Fernerkundungssysteme (wie Wetterradar, Blitzortungssysteme.
Die von den Stationen gemessenen Parameter sind unter anderem: Luftdruck, Luftdruckänderung während der letzten drei Stunden, Lufttemperatur, Windrichtung, Windgeschwindigkeit, Taupunkt (ab welcher Temperatur sich Tau bildet), Wolkenart, Höhe der Wolkenuntergrenze, Bedeckungsgrad, Sichtweite, Niederschlagsmenge und -art.

Der daraus ermittelte Wetterzustand zu einem gegebenen Zeitpunkt wird in Wetterkarten eingetragen. In z.B. der Bodenwetterkarte werden dann Linien gleichen Druckes (Isobaren), und Fronten eingezeichnet. Früher geschah dies per Hand, heute macht das der Computer. Mit ihm können sämtliche Daten zielgruppengerecht aufbereitet und visualisiert werden.
Mit Hilfe der in Wetterkarten eingetragenen Daten werden die Wetterverhältnisse analysiert. Grundlage für die eigentliche Wettervorhersage in den Medien oder speziell für Wirtschaft und Industrie sind verschiedene Computer-Vorhersagemodelle. Jenseits der grafischen Ergebnisse entscheidet aber im Zweifelsfalle noch immer der erfahrene Meteorologie in der oben erwähnten Zusammenschau, was sich wann und wo wie entwickelt und im besten Falle für Sie persönlich vor Ort die richtige Prognose darstellt…!

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