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„Sahara-November – ein Vorgeschmack auf unser Klima 2100…?!“ Gibt es irgendjemanden unter Ihnen, der oder die einen solch stabilen und vor allem niederschlagsarmen, wenn nicht gar – total trockenen November in den vergangenen 30 bis 40 Jahren hierzulande schon einmal erlebt hat? Wenn ja, bitte gerne melden und dokumentieren – danke! Ansonsten gehen wir jetzt für den zentral-europäischen Raum einmal davon aus, dass es sich bei der Witterungskonstellation seit Oktober in der Tat um einen höchst seltenen Extremfall handelt! Begründungen und Erklärungen hierfür gibt es zahlreich – teils seriös, teils schon fast an Verschwörungstheorien erinnernd. Wir wollen aber ganz klar auf der naturwissenschaftlich-fundierten Schiene bleiben. Hauptsächlich mit hinein spielt die gestörte nordatlantische Oszillation; davon gab es hier schon öfters zu lesen. Nicht erst seit einigen Monaten scheint es so, als würden die guten alten Sprüche von „Südwest Regennest“ oder „Unser Wetter kommt zu zwei Dritteln vom Atlantik“ nicht mehr gelten. Es hat den Anschein, als würden die großen Jet-Streams, also die Mega-Rennbahnen für Tiefs über dem Atlantik in ca. 5,5 Kilometern Höhe, nicht mehr bevorzugt von West nach Ost am oder auf dem europäischen Kontinent branden. Stattdessen schlagen sie wie von Geisterhand vor den Küsten Frankreichs einen Haken ins Mittelmeer oder wandern, aufgewärmt durch den Golfstrom, über Island im weiten Bogen den Polarkreis entlang Richtung Russland und Ural nach Südosten. Um Deutschland macht sich dagegen seit drei Monaten die unglaubliche und kaum unterbrochene Serie von 14 Hochs bemerkbar: Sie reicht von MORVEN bis YANA; und ZOEY ist gerade über Skandinavien „frisch geschlüpft“! Tiefs gab es zwar in etwa genauso viele, sie sind aber meist schon unterwegs zu uns mehr oder weniger zerbröselt oder als Restbestände eingetroffen… Grafiken zu Abweichungen von Temperatur, Sonnenstunden und Niederschlag in Deutschland im November 2011:


 Quelle: www.bernd-hussing.de So entsteht die für November – früher auch „Nebelmond“ genannt - schier unglaubliche Kombination aus teilweise weit über 200 Prozent (!) an Sonnenschein-Stunden nach nur zwei Dritteln des Monats, nicht einem einzigen Tropfen Regen im größten Teil Deutschlands (regionaler Allzeit-Rekord seit Beginn der Messreihen um 1880!) sowie positiven Temperaturabweichungen vor allem auf den Bergen von 6 bis 7 Grad vom langjährigen Mittel! Hinzu kommen eine ungewöhnlich hohe Waldbrandgefahr in den Bayerischen Alpen, grenzwertig niedrige Flusspegel für die Schifffahrt sowie knochentrockene Luft oberhalb der feucht-kalten Dunstschicht in den Niederungen. Sie erinnert mit Werten von kaum bis 30 Prozent über Wochen zum Beispiel auf der Zugspitze eher an Verhältnisse mitten aus der Sahara. Niedrigwasser im Altrhein bei Kleve
 Quelle wetterzentrale.de Ganz zu schweigen von der extrem hohen Schneegrenze im gesamten Alpenraum, wo derzeit selbst in über 2500 Metern Höhe schattseitig so gut wie kein Schnee zu finden ist und die meisten Pisten brach liegen. Viele Wintersportorte empfinden den morgendlichen Anblick von strahlend blauem Himmel schon fast traumatisch. Ortsansässige haben eine derart schneearme Alpensituation teilweise seit über 40 Jahren nicht erlebt. Grafik zur Temperaturentwicklung in Deutschland
 Quelle: www.mpimet.mpg.de/ Zusammenfassend wird einem auf diese Weise deutlich vor Augen geführt, wie die scheinbar „nur 4 bis 6 Grad Erwärmung“ seitens der Klimaforscher zur Wirkung kommen. So wird nach einigen Modellen bis Ende dies Jahrhunderts vor allem in den Wintermonaten im Südosten Deutschlands mit einer deutlichen Erwärmung bis zu 3,5 Grad und zugleich an der Nordseeküste sowie im Süden mit mehr Niederschlägen, meist als Regen, gerechnet. Es zeigt sich, dass jenseits aller anderen weltweiten Krisen unser Klima und damit die Wirkung vor Ort mal schleichend, mal abrupt und extrem verändert werden. Danach würden also Herbst-Eskapaden wie anno 2011 möglicherweise zum Alltag zwischen Sylt und Salzburg. Es gibt genügend Szenarien, die erneut in Kürze - vermutlich wieder mit wenig politisch-wirtschaftlicher Durchschlagskraft - auf der Weltklimakonferenz im fernen südafrikanischen Durban diskutiert werden…
 Wenn Sie wissen wollen, ob auch bei Ihnen vor ort in absehbarer Zeit nicht doch eine grundlegende Trendwende beim Wettergeschehen eintritt, dann gehen Sie am besten auf unseren Service-Seiten unter www.mr-wetter.de …
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