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Friede, Freude – Frostgefahr?! Warum die Eisheiligen trotz globaler Erwärmung bleiben! Da kann man beten, Hoffen, herbeireden, wie man will – der Mail ist einfach nicht von vorne herein zum Wonnemonat geeignet! Das liegt an mehreren Faktoren: 1.Die Meere Atlantik, Nord- und Ostsee haben als träge Massen großflächig niedrigen Oberflächentemperaturen. Daher kann der eigentlich hohe Sonnenstand mit potenzieller täglicher Sonnenscheindauer von 13 bis 15 Stunden die heran strömende (sub-)polare Luft bei entsprechender Wetterlage nur mit höchster Kraftanstrengung auf jahreszeitlich angemessenes Niveau erwärmen. 2.Die Neigung zu Großwetterlagen mit nördlicher Windrichtungskomponente über Zentraleuropa ist ausgerechnet im Mai übers Jahr gesehen am höchsten! Die zum Ausgleich verfügbaren Hochs bleiben zudem häufig eher über der Westhälfte Europas geparkt und unterstützen damit (weil die Luft darin im Uhrzeigersinn fließt) die Kaltlufteinbrüche – ob mit Schauern oder klarem Himmel samt Spätfrostrisiko. 3.Feuchter Boden erhöht in ungünstigen Lagen, also windgeschützten Ebenen, Bergtälern oder Senken in Hochebenen durch so genannte Verdunstungskälte in klaren Nächten die Wärmeabgabe ins Weltall. Damit sacken die Temperaturen in bodennahen Lichtschichten besonders flott ab und kompensieren die eigentlich zu kurzen Nächte! Alles in unterschiedlichster Kombination trägt somit dazu bei, dass wir vor allem unter freizeittauglichen Aspekten eher vom Mai enttäuscht als entzückt werden. Auf der anderen Seite haben sich die Großwetterlagen im ersten Jahrzehnt seit dem Millennium „äußerst bemüht“, uns mit überdurchschnittlich viel freundlich-milden Phasen zu verwöhnen. Dies trügt zur fälschlichen Annahme bei, dass es nun und in Zukunft immer so sein müsste. Ein großer Irrtum – globale Erwärmung (siehe die neueste Langzeit-Temperaturkurve für Deutschland) hin oder her…! Temperatur-Langzeitkurve Deutschland 1881-2011
 Quelle: dwd.de Betrachten wir also die möglichen Szenarien, wie das ja neudeutsch so schön heißt. Hier ein paar stichwortartige Thesen für unseren zukünftigen Mai der nächsten Jahre und vielleicht sogar Jahrzehnte: 1.Wenn Kälteeinbrüche erfolgen, werden sie auch in Zukunft rund um Deutschland herb, von vielen ungewollt und in ihrer Wirkung teilweise verheerend sein. Tiefstwerte im April/Mai 1995 für Meiningen:
 Quelle: wetteronline.de 2.Die so genannte Amplitude bei Wetterstürzen vorher warm oder extrem warm bis heiß hin zu kühl bis extrem kühl oder kalt werden noch weiter wachsen als in den vergangenen 30 bis 40 Jahren. 3.Was in den 70-erjahren als extrem warm galt (z.B. Maxima um oder etwas über 30 Grad), wird schon in naher Zukunft – sprich im laufenden Jahrzehnt - mehr und mehr zur Normalität. 4.Bei Hitzewellen werden mit ziemlicher Regelmäßigkeit neue Allzeit-Rekorde erreicht; siehe am 28.04. die 32,9 Grad. Zugleich können aber Kälterückfälle die Dimensionen wie vor 30 bis 50 Jahren annehmen, weil die Auskühlung im Winterquartal zuvor wie immer astronomisch-energetisch verläuft (Polarnacht bleibt Polarnacht!). 5.Wir werden ein zunehmend chaotisches und von Jahr zu Jahr unterschiedliches Eintreffen und Entwickeln des Frühjahrs erleben. So ist es oft schon im April frühsommerlich (vgl. 2011, 2009, 2007), eh dann die fortgeschrittene Vegetation im Blühstadium oder kurz danach trotzdem von Spätfrösten heimgesucht wird! 6.Das Eintreten der bisher teils über Jahrhunderte im Volksmund bekannten und erwarteten so genannten Singularitäten (Witterungstypen, die mit 70% und mehr Wahrscheinlichkeit in einem bestimmten Zeitfenster wiederkehren) werden wie auf einem Zeit-Relais hin und her geschoben, fallen teils aus oder werden gar ins totale Gegenteil verkehrt. Das alles klingt ein wenig apokalyptisch, wie ein witterungsmäßiger Weltuntergang auf Raten – ist es aber nicht. Allerdings sind besonders wetterabhängige Branchen, wie nun mal die Landwirtschaft ernsthaft aufgefordert, kurzfristige Vorsorge-Schutzmaßnahmen bereit zu halten bzw. alternative Anbau-Strategien und/oder Sorten zu überdenken. Relatives Eintreten eines Frosttags seit 1977 in Braunsroda, Burglandkreis (Sachsen-Anhalt):
 Quelle: Dietmar Lange, wzforum.de Die Zeiten, in denen man sich auf das ungefähre Eintreffen der Eisheiligen verlassen und danach planen konnte, scheinen nach derzeitigem Klimaforschungsstand zur Neige zu gehen. Die grimmigen Herrschaften – Mamatus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die Kalte Sophie könnten schon für unsere Kinder nur noch ein romantisch verklärtes Stück Vergangenheit werden, wie der Pflug vor dem Ross oder Rind. Wohl gemerkt: sie könnten! Vielleicht zeigen sie sich aber auch nur völlig unvorhersagbar; und wenn sie kommen, dann mit noch mehr Vehemenz als in der so genannten „guten alten Zeit“. Nutzen Sie daher die verlässlichen Quellen aus dem Hier und Jetzt in Form unserer Seite unter www.mr-wetter.de. Da finden Sie alles, was das aktuelle Wetter anbelangt – Eisheilige hin oder her…
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